Physikalische Prüfungen

Die physikalischen Eigenschaften von Kunststoffen sind vielfältig und breit gefächert. Sie reichen von thermischen über optische bis hin zu elektrischen oder spektroskopischen Eigenschaften. Alle diese Eigenschaften sind charakteristisch für die Polymerwerkstoffe und prägen ihre Einsatzbedingungen.

Wir bieten Ihnen im Bereich der physikalischen Prüfungen an:

Im Rahmen eines Auftrags organisieren wir für Sie auch die Herstellung von Prüfkörpern aus Polymergranulat oder entnehmen die notwendigen Prüfkörper aus Platten oder Bauteilen.

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FAQ: Häufige Fragen zu physikalischen Prüfungen

Können MFR und MVR von Kunststoffen nach DIN EN ISO 1133 zur Beurteilung des Fließ- und Verarbeitungsverhaltens bestimmt werden?

Das Fließverhalten einer Kunststoffschmelze hat wesentlichen Einfluss auf die Verarbeitung im Spritzguss und in der Extrusion. Die Schmelze-Massefließrate (MFR) und Schmelze-Volumenfließrate (MVR) sind wichtige Kennwerte zur vergleichenden Charakterisierung des Fließverhaltens thermoplastischer Kunststoffe.

Die Polymer Service GmbH Merseburg bestimmt MFR und MVR nach DIN EN ISO 1133 unter definierten Prüfbedingungen aus Temperatur und Belastung. Veränderungen der Fließrate können beispielsweise auf Chargenschwankungen oder Veränderungen des Werkstoffs infolge thermischer bzw. verarbeitungsbedingter Beanspruchung hinweisen. MFR/MVR-Messungen eignen sich daher unter anderem für Wareneingangskontrollen, Chargenvergleiche, Qualitätskontrollen und die Untersuchung von Verarbeitungsproblemen.

Unsere Prüfingenieure unterstützen Sie bei der Auswahl geeigneter Prüfbedingungen für unterschiedliche Kunststoffe und Compounds sowie bei Bedarf bei der werkstoffkundlichen Einordnung auffälliger oder abweichender Messwerte. Die Ergebnisse können damit wichtige Hinweise für die Beurteilung des Material- und Verarbeitungsverhaltens im Spritzguss oder in der Extrusion liefern.

Können dynamisch-mechanische Analysen (DMA) zur Untersuchung des temperatur- und frequenzabhängigen viskoelastischen Verhaltens von Kunststoffen durchgeführt werden?

Die dynamisch-mechanische Analyse (DMA) ermöglicht eine detaillierte Charakterisierung des viskoelastischen Verhaltens von Kunststoffen unter dynamischer Belastung. Dabei werden unter anderem Speichermodul (E′ oder G'), Verlustmodul (E″ oder G'') und der mechanische Verlustfaktor (tan δ) in Abhängigkeit von Temperatur und Frequenz bestimmt. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Glasübergänge, temperaturabhängige Steifigkeitsänderungen und Dämpfungseigenschaften untersuchen.

In unserem Labor führen wir mit unterschiedlichen Rheometern DMA-Messungen an Kunststoffen unter definierten Temperatur- und Frequenzbedingungen durch. Neben Temperatur- und Frequenz-Sweeps können auch Untersuchungen zur Zeit-Temperatur-Superposition (TTS) durchgeführt werden. Durch die Verschiebung frequenzabhängiger Messdaten lassen sich Masterkurven über einen gegenüber dem experimentell zugänglichen Bereich deutlich erweiterten Frequenz- bzw. Zeitbereich erstellen.

DMA-Untersuchungen eignen sich damit unter anderem für Werkstoffvergleiche, Materialauswahl sowie die Bewertung des temperatur-, frequenz- und zeitabhängigen Materialverhaltens in Bezug auf den geplanten Einsatzbereich. Unsere Experten unterstützen Sie bei der Auswahl geeigneter Messbedingungen sowie bei der werkstoffkundlichen Interpretation der DMA-Daten und führen bei Bedarf eine TTS-Auswertung für Sie durch.