Kunststoffverarbeitung

Einleitung

In der Kunststoffverarbeitung bilden Verfahren wie die Extrusion, der Spritzguss oder die Compoundierung das technologische Fundament für die Herstellung von Polymerwerkstoffen und -bauteilen für diverse Zielmärkte. Der wirtschaftliche Erfolg dieser Prozesse hängt maßgeblich von störungsfreien Abläufen sowie der gezielten Wahl der optimalen Werkstoffe ab. Dabei stehen Verarbeiter regelmäßig vor der Herausforderung, dass variierende Materialqualitäten, der Einsatz von Rezyklaten oder komplexe thermo-mechanische Bedingungen während der Formgebung die finalen Eigenschaften der Bauteile direkt beeinflussen. Oft führen bereits geringe Abweichungen in der Materialzusammensetzung oder der Prozessführung zu Fehlern, die erst spät in der Qualitätskontrolle oder beim Endkunden sichtbar werden.

Wir agieren als technischer Partner und unterstützen Unternehmen durch umfassende Werkstoffprüfungen im akkreditierten Prüflabor sowie fundierte Analytik bei Reklamationen oder Optimierungsvorhaben. Wir helfen dabei, Anwendungsfehler systematisch zu vermeiden, indem wir die Eignung von Kunststoffen für spezifische Belastungsszenarien bewerten oder Materialdatenblätter unabhängig verifizieren. Unser Team begleitet den gesamten Prozess von der Materialauswahl über die Optimierung der Verarbeitungsparameter bis hin zur detaillierten Schadensanalyse. Durch die Kombination aus fachlicher Beratung und aussagekräftigen Prüfberichten lösen wir Probleme direkt in der Produktion und unterstützen Verarbeiter bei der Werkstoffsubstitution oder der Bewertung neuer Lieferanten. Dies sichert die geforderte Produktgüte und sorgt für eine hohe Wiederholgenauigkeit in der Serienfertigung.

Typische Werkstoffe und Anwendungen

Die Kunststoffverarbeitung nutzt ein breites Spektrum an Polymeren zur Herstellung von Halbzeugen oder Fertigprodukten.
 

Werkstoffe

  • Technische Thermoplaste wie Polyamid, Polyoxymethylen oder Polyetheretherketon
  • Standardkunststoffe wie Polypropylen, Polyethylen, Polystyrol und ABS
  • Thermoplastische Elastomere für weiche Komponenten oder Griffe
  • Verstärkte Verbundwerkstoffe und Compounds

Typische Halbzeuge

  • extrudierte Profile (z. B. Fensterprofile) 
  • Folien und Behälter für Verpackungen
  • Spritzgussteile für technische Geräte oder Haushaltsartikel
  • modifizierte Granulate (Ergebnis der Compoundierung)

Typische Fragestellungen aus der Praxis bei Kunststoffverarbeitung

  • Ist das neu gelieferte Material mit dem früherer Lieferungen vergleichbar oder anders gefragt: Wieso lässt sich das Material nicht mehr wie früher verarbeiten? 
  • Wie lassen sich Spritzgussfehler erklären? 
  • Lässt sich Material A durch eine kostengünstigere Alternative bei gleicher Funktion ersetzen?
  • Entsprechen die Kennwerte des gelieferten Granulats dem Datenblatt des Herstellers?
  • Welche Auswirkungen haben Rezyklatanteile oder Chargenschwankungen auf das Endprodukt?
  • Wie beeinflussen die Parameter im Spritzguss oder in der Extrusion die Maßhaltigkeit?
  • Wie ist das Fließverhalten des Kunststoffes? 
     

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Typische Fehlerbilder

Verarbeitungsfehler oder Werkstoffprobleme führen oft erst während der Nutzung zu sichtbaren Problemen.

  • Verzug und Maßabweichungen durch falsche Prozessführung oder Feuchteaufnahme
  • Einfallstellen an Sichtflächen oder unzureichende Verschweißungen im Bauteil
  • Verfärbungen und Oberflächenfehler durch thermische Schädigung oder falsche Additivierung
  • Spannungsrisse infolge verbleibender Eigenspannungen oder Medienkontakt
  • Mangelnde Haftung bei Mehrkomponentenbauteilen

Beispiele aus der Praxis

  • Validierung von Materialdatenblättern zur Absicherung der Wareneingangskontrolle
  • Analyse von Maßänderungen bei Polyamidbauteilen durch Umgebungseinflüsse
  • Vergleich der Performance von Originalmaterial und kostengünstigeren Alternativen
  • Untersuchung von Bruchstellen an Clips oder Schnappverbindungen nach der Montage
  • Unabhängige Zweitmessungen zur Vorlage bei Endkunden

Prüf- und Untersuchungsmethoden

Je nachdem, welche Fragestellung besteht, empfehlen wir einzelne oder kombinierte Prüfungen und Analysen. Dabei können wir uns aus dem vielfältigen Angebot an mechanischen Prüfungen (u. a. Zug-, Druck-, Biegeversuch, Härteprüfung, Kerbschlagbiegeprüfung), analytischen Untersuchungen (DSC, TGA, FTIR) oder speziellen Prüfungen wie Zeitstandprüfung, rheologische Untersuchungen, Bewitterung usw. bedienen. Mikroskopische Untersuchungen zur Gefügeanalyse oderzur Beurteilung der Teilequalität ergänzen dies bei Bedarf perfekt. 

Fazit

Eine fundierte Werkstoffauswahl und die Optimierung/Überwachung der Verarbeitungsparameter minimieren das Risiko von Reklamationen. Unsere Experten beraten Sie und leiten aus den Informationen und Prüfergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen ab. Dies sichert Ihre Produktqualität langfristig und stärkt Ihre Marktposition.

Kunststoffverarbeitung-Analysen

Sichern Sie Ihre Kunststoffverarbeitung durch unsere akkreditierten Werkstoffprüfungen und unabhängigen Materialvalidierungen ab. Wir liefern Ihnen belastbare Fakten zur Fehlervermeidung und für eine stabile Serienfertigung.

 

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