Kunststoffanalytik
Wir bieten Ihnen ein breites Spektrum an Untersuchungsmethoden an. Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie auch hinsichtlich der Auswahl der geeigneten Methoden und Analysebedingungen und unterstützen Sie bei der Interpretation der Ergebnisse.
FAQ: Häufige Fragen zur Kunststoffanalytik
Können Rezyklate bzw. PCR- oder PIR-Kunststoffe hinsichtlich ihrer Qualität, Verarbeitungseigenschaften und Eignung für eine bestimmte Anwendung untersucht werden?
Der Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) und Post-Industrial-Rezyklaten (PIR) gewinnt zunehmend an Bedeutung. Unterschiedliche Materialqualitäten, Verunreinigungen und eine mögliche werkstoffliche Vorschädigung stellen jedoch besondere Anforderungen an die Qualitätskontrolle und Materialauswahl. Die Polymer Service GmbH Merseburg bietet ein umfassendes Prüf- und Analytikspektrum zur Charakterisierung und vergleichenden Bewertung von Kunststoffrezyklaten.
Je nach Fragestellung können beispielsweise Infrarotspektroskopie (FTIR), thermische Analysen (DSC/TGA), Schmelzindexbestimmungen (MFR/MVR) sowie mechanische Prüfungen miteinander kombiniert werden. Damit lassen sich unter anderem Polymerzusammensetzung und mögliche Fremdpolymere, thermische Eigenschaften, Füllstoffgehalte, Veränderungen des Fließverhaltens sowie mechanische Kennwerte untersuchen. Rezyklatchargen können dabei mit Neuware, Referenzmaterialien oder definierten Materialspezifikationen verglichen werden.
Unsere Werkstoffexperten unterstützen bei der Auswahl eines auf die jeweilige Fragestellung abgestimmten Prüfprogramms. Bei Bedarf werden die Ergebnisse zusätzlich werkstoffkundlich im Hinblick auf die vorgesehene Verarbeitung und Anwendung bewertet und Empfehlungen zur Materialoptimierung oder Compoundierung abgeleitet. Damit können Verarbeiter und Compoundierer den qualitätsgerechten Einsatz von PCR- und PIR-Rezyklaten in Spritzguss- und Extrusionsanwendungen gezielt unterstützen.
Können Schmelz- und Kristallisationsverhalten, Glasübergang sowie das thermische Abbauverhalten von Kunststoffen mittels DSC und TGA nach DIN EN ISO 11357 und DIN EN ISO 11358 untersucht werden?
Die thermische Analytik ist ein wichtiges Werkzeug zur Charakterisierung und Identifikation von Kunststoffen. Sie liefert Kennwerte, die unter anderem für Materialauswahl, Qualitätskontrolle, Schadensanalyse und die Beurteilung von Verarbeitungsbedingungen relevant sind.
Die Polymer Service GmbH Merseburg führt thermische Analysen mittels Dynamischer Differenzkalorimetrie (DSC) nach DIN EN ISO 11357 und Thermogravimetrischer Analyse (TGA) nach DIN EN ISO 11358 durch. Mit der DSC können unter anderem Schmelz- und Kristallisationstemperaturen, Schmelz- und Kristallisationsenthalpien, Glasübergangstemperatur (Tg), Kristallinitätsgrade sowie Oxidations-Induktionszeiten (OIT) bestimmt bzw. abgeleitet werden. Mittels TGA lassen sich Massenänderungen in Abhängigkeit von Temperatur und Atmosphäre sowie das thermische Abbau- und Zersetzungsverhalten untersuchen. Darüber hinaus können beispielsweise Füllstoff-, Ruß- und weitere anorganische Bestandteile quantitativ bestimmt werden.
Die Ergebnisse werden in Thermogrammen und mit den ermittelten Daten dokumentiert. Bei Bedarf unterstützen unsere Werkstoffexperten zusätzlich bei der werkstoffkundlichen Interpretation komplexer Kurvenverläufe und der Einordnung der Ergebnisse für die jeweilige Material-, Verarbeitungs- oder Schadensfragestellung.
Können die Werkstoffzusammensetzung und Eigenschaften unbekannter Kunststoffprodukte analysiert und verglichen werden?
Ja. Die Polymer Service GmbH Merseburg analysiert unbekannte Kunststoffprodukte hinsichtlich ihrer Werkstoffzusammensetzung und relevanter Materialeigenschaften und bewertet diese vergleichend. Solche Untersuchungen können beispielsweise zur Werkstoffidentifikation, Produktentwicklung, Qualitätsbewertung oder zum technischen Benchmarking eingesetzt werden.
Je nach Fragestellung werden verschiedene analytische und werkstofftechnische Prüfverfahren kombiniert. So können beispielsweise Polymerart, Füll- und Verstärkungsstoffe sowie ausgewählte Additive untersucht und durch thermische, spektroskopische und weitere analytische Verfahren charakterisiert werden. Ergänzend lassen sich mechanische, thermische und rheologische Eigenschaften bestimmen und mit Referenzwerkstoffen oder Referenzbauteilen vergleichen.
Welche Untersuchungen für einen aussagekräftigen Vergleich erforderlich sind, stimmen unsere Werkstoffexperten individuell mit Ihnen ab. Sie erhalten die ermittelten Untersuchungsergebnisse einschließlich einer werkstoffkundlichen Bewertung und vergleichenden Einordnung der untersuchten Kunststoffe und Bauteile.
Kontakt
Dr. André Wutzler
Telefon: +49 (0)3461 30889-57
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