Automotive

Einleitung

In der Automobilindustrie bilden polymere Werkstoffe das technologische Fundament für Innovationen in den Bereichen Leichtbau, Sicherheit und Fahrkomfort. Ob im Interieur, Exterieur oder im anspruchsvollen Bereich des Antriebsstrangs müssen Kunststoffe unter extremen Bedingungen ihre Funktion dauerhaft erfüllen. Dabei steigen die Anforderungen kontinuierlich: Fahrzeuge sind intensiven Temperaturwechseln, mechanischen Dauerbelastungen sowie chemischen Einflüssen durch Betriebsstoffe, Öle oder Reinigungsmittel ausgesetzt. Gleichzeitig gewinnen Nachhaltigkeitsaspekte wie der Einsatz von Rezyklaten oder biobasiertenKunststoffen massiv an Bedeutung, was die Komplexität bei der Materialwahl und Bauteilauslegung weiter erhöht.

Wir begleiten Automobilhersteller und Zulieferer als technischer Partner bei der Absicherung ihrer Produkte. In unserem akkreditierten Prüflabor analysieren wir das Materialverhalten unter realistischen Lastszenarien, von der ersten Designphase bis zur Serienbetreuung. Wir helfen dabei, die strengen Spezifikationen der OEMs einzuhalten und unterstützen bei der Qualifizierung neuer Werkstoffsysteme oder der Optimierung bestehender Fertigungsprozesse. Durch unsere fundierte Schadensanalytik identifizieren wir Fehlerursachen im Feld und entwickeln gemeinsam mit Ihnen Ansätze zur Fehlervermeidung. Unser Team nimmt sich Zeit, die spezifischen Anforderungen Ihrer Baugruppen zu verstehen, und leitet aus den Ergebnissen verwertbare Handlungsempfehlungen ab. Unser Ziel ist die Sicherheit und Langlebigkeit Ihrer Komponenten sowie die Absicherung der Marktfähigkeit Ihrer Produkte durch unabhängige Daten.

Typische Werkstoffe und Anwendungen

Die Fahrzeugtechnik nutzt eine enorme Bandbreite spezialisierter Polymerwerkstoffe für unterschiedliche Funktionsbereiche.

Werkstoffe

  • Polypropylen (PP) für Verkleidungen und funktionale Komponenten
  • Polyamide (PA 6, PA 66), oft glasfaserverstärkt, für Bauteile im Motorraum
  • ABS und PC/ABS Blends für hochwertige Interieurteile
  • Polyoxymethylen (POM) für Getriebeelemente und mechanische Versteller
  • Thermoplastische Elastomere (TPE) und EPDM für Schläuche, Dichtsysteme und Softtouchoberflächen
  • Hochleistungskunststoffe wie Polyetheretherketon (PEEK) für Komponenten in der Elektromobilität

Vielfältige Anwendungen in der Automobilindustrie sind

  • Instrumententafeln, Türverkleidungen und Mittelkonsolen
  • Stoßfänger, Kühlergrills und Spiegelgehäuse
  • Saugrohre, Zylinderkopfhauben und Thermostatgehäuse
  • Scheinwerferoptiken und Heckleuchtengehäuse
  • Dichtungen für Fenster, Türen und den Motorraum
  • Schläuche, Kabelummantelungen
  • Steckverbinder und Gehäuse für die Bordelektronik

Typische Fragestellungen aus der Praxis

Automobilzulieferer benötigen Gewissheit über die Eigenschaften und die Lebensdauer ihrer Bauteile.

  • Erfüllt der gewählte Kunststoff die spezifischen OEM-Normen bezüglich Alterung und Mechanik?
  • Wie verändert sich das Crashverhalten von Kunststoffbauteilen nach langjähriger UV-Belastung?
  • Welche Auswirkungen haben aggressive Medien wie Kraftstoffe oder AdBlue auf die Bauteilintegrität?
  • Lassen sich Bauteile durch den Einsatz von Rezyklaten nachhaltiger gestalten, ohne Sicherheitsrisiken einzugehen?
     

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Prüf- und Untersuchungsmethoden

Kombinierte Analysen decken Ursachen für Abweichungen auf und sichern die Qualität.

  • Mechanische Prüfungen zur Ermittlung von Festigkeit und Schlagzähigkeit bei unterschiedlichen Temperaturen
  • Künstliche Bewitterung und UV-Tests zur Simulation der Freiluftalterung oder Interieurbelastung
  • Thermische Analysen (DSC, TGA) zur Kontrolle der Materialzusammensetzung und der Kristallinität
  • Zeitstandzugversuche zur Bewertung des Kriechverhaltens oder des Relaxationsverhaltens (Langzeittest)
  • Mikroskopische Bruchflächenanalyse zur detaillierten Klärung von Schadensmechanismen

Typische Fehlerbilder

Fehler bei der Materialauswahl oder Verarbeitung führen oft zu kostenintensiven Ausfällen.

  • Sprödbruch von Halterungen oder Clips bei tiefen Temperaturen oder nach Alterung
  • Spannungsrisse an Bauteilen durch Kontakt mit Reinigungsmitteln oder Fetten
  • Oberflächenveränderungen wie Auskreidungen, Farbänderungen oder Glanzverlust
  • Maßabweichungen und Verzug durch unzureichende Prozessführung oder thermische Überlastung
  • Mangelnde Haftung bei Mehrkomponentenbauteilen im Dichtungsbereich

Beispiele aus der Praxis

  • Validierung von Materialdatenblättern zur Absicherung der Wareneingangskontrolle
  • Untersuchung von Rissbildungen an Ansaugkrümmern nach Dauerlaufbelastung
  • Vergleich der Performance von Serienmaterial mit neuen Rezyklattypen hinsichtlich der mechanischen Kennwerte
  • Schadensanalyse an gebrochenen Steckverbindern in der Leistungselektronik
  • Unabhängige Zweitmessungen zur Vorlage bei Fahrzeugherstellern

Eine methodische Werkstoffprüfung und die exakte Abstimmung auf die Einsatzbedingungen reduzieren das Risiko teurer Rückrufaktionen. Wir liefern Ihnen die notwendigen Daten und Handlungsempfehlungen, um Ihre Bauteile für die hohen Anforderungen der Automobilwelt zu rüsten. Dies sichert die Produktqualität langfristig und stärkt Ihre Position im Wettbewerbsumfeld der Fahrzeugindustrie.

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