Registrierende Mikrohärteprüfung


Im Vergleich zu den konventionellen Härteprüfverfahren, welche lediglich die Ermittlung eines Härtekennwertes erlauben, ermöglicht die Verwendung einer registrierenden Messelektronik (Instrumentierung) die Aufzeichnung des gesamten Kraft-Eindringtiefen-Verlaufes des Eindringvorganges, wodurch ein wesentlich höherer Informationsgehalt bzgl. des Werkstoffverhaltens (z.B. Spannungsrelaxation, Kriechen, plastische und elastische Anteile an der Gesamtarbeit…) erzielt wird. Durch die bei der Mikrohärteprüfung verwendeten relativ geringen Prüfkräfte können gezielt die Eigenschaften oberflächennaher Strukturen, Gefügebestandteile und Beschichtungen untersucht werden.


Probenvorbereitung

  • Probenanforderung: glatt, eben, planparallel, Mindestdicke (10fache der Eindringtiefe)
  • Probenentnahme aus Bauteilen
  • Einbetten, Schleifen und Polieren nach Bedarf

Prüfbedingungen

  • Registrierende Mikrohärte FISCHERSCOPE® H100c
  • Prüfkräfte bis 1 N
  • Vickerspyramidenindenter
  • individuell programmierbare Be- und Entlastungszyklen bzgl. Regelungsart (kraft- und eindringtiefengeregelt), Vor- und Prüfkraft, Beanspruchungszeiten und -geschwindigkeiten, usw.

Normen

  • DIN EN ISO 14577:
    Metallische Werkstoffe – Instrumentierte Eindringprüfung zur Bestimmung der Härte und anderer Werkstoffparameter
    • Teil 1: Prüfverfahren

Ansprechpartner

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Stephan Arndt
Telefon: +49 (0)3461 46-2735
stephan.arndt@psm-merseburg.de

Dr. Ralf Lach
Telefon: +49 (0)3461 46-2780
ralf.lach@psm-merseburg.de

Quickinfo

Versuche

  • Registrierende Mikrohärteprüfung
  • Instrumentierte Härteprüfung
  • Härtemessung an Kunststoffen

Ergebnisse

  • Martenshärte HM
  • elastischer Eindringmodul EIT
  • plastischer und elastischer Anteil an der Gesamtverformungsarbeit Wplast bzw. Welast
  • Eindringhärte HIT
  • Eindringkriechen CIT
  • Eindringrelaxation RIT

Normen

  • DIN EN ISO 14577-1