Künstliche Alterung


Die Alterung von Kunststoffen führt üblicherweise zu einer Reduktion der Werkstoffeigenschaften wie den mechanischen Kennwerten. Typischerweise kann die Qualität der Oberflächen geringer werden, da sich Mikrorisse bilden können und einige Werkstoffe zum Ausbleichen, Farbänderungen, Glanzverlust und Auskreiden neigen. Die Alterung von Polymeren kann zu einem frühzeitigen Versagen von Bauteilen führen. Es sollten daher geegnete Maßnahmen zur Vermeidung der Schädigung durch Alterung ergriffen werden.

Die Alterung von Polymeren ist durch die Vielzahl an Einflussfaktoren wie beispielsweise dem einwirkenden Medium, der Temperatur, der Sonneneinstrahlung oder aufgrund einer kombinierten Wechselbeanspruchung aus Temperatur und Medium sehr komplex.

Um einzelne Einflussfaktoren gezielt untersuchen zu können, wurden viele Methoden zur Untersuchung der Alterung entwickelt. Diese lassen sich verschiedenen Themenbereichen zuordnen:

Neben Untersuchungen aus diesen Themenbereichen bieten wir Ihnen die Anwendung der Stepped Isothermal Methode (SIM) an. Diese zeitraffende Methode dient der Bewertung des Langzeitkriechverhaltens von Kunststoffen. Dazu wird beispielsweise der Zugversuch zur globalen und die registrierenden Makrohärtemessung zur oberflächensensitiven Bestimmung des Langzeitkriechverhaltens durchgeführt.

Bei der Untersuchung der Alterung ist die Auswahl an begleitenden Untersuchungen zur Charakterisierung der Alterungsphänomene besonders wichtig. Neben den optischen und lichtmikroskopischen Betrachtungen, quantifizieren Farb- und Glanzmessungen die Änderungen an der Oberfläche. Geeignete mechanische Versuche sind zur Bestimmung der Änderung der intrinsischen, globalen Werkstoffeigenschaften gezielt auszuwählen. Strukturanalysen können Informationen zum Abbau von Molekülketten und Stabilisator liefern.

Wiki - Ihr Lexikon